Die Geschichte des Hexenreiters
Übersicht:

-Die frühen Jahre
-Otze wird Hexenreiter
-Einstieg von Wurzel
-Das Jubiläum
-Die neue Generation




Die frühen Jahre

Schon bereits um das Jahr 1951 wurden um Ailingen herum die ersten Hexenreiter gesichtet. Damals hatten die Hexen grosse Weidenkörbe auf dem Rücken, in denen sie die Hexenreiter trugen. Diese mussten im Korb ihre Füsse ´gen Himmel strecken, was auf Dauer etwas unbequem wurde. So setzte sich Mitte der fünfziger Jahre die klassische Form des Hexenreiters, bei der die Hexe den Reiter huckepack trägt, mehr und mehr durch. (In der Zunftchronik ist dies durch erste Fotos von 1957 urkundlich belegt)
Die Idee und Verwirklichung der Figur ist den Ehrenzunfträten Josef Bergmüller und Georg Matzenmüller (Jupp und Schorsch) zu verdanken. Auch Herr Fritz Bach sen. zählte zur ersten Generation und bald stieß auch noch Rudi Benz sen. dazu, so dass die Ailinger Hexenreiter, ebenso wie die Grosskopfeten und Gehrenmännle, bis weit über Ailingen hinaus bekannt wurden. Rudi Benz und Georg Matzenmüller konnte man noch bis Mitte der sechziger Jahre bei Umzügen erleben. Zu Beginn der Sechziger sah man dann Hans Strasser,(d´Tünnes), kurzzeitig Johann Gassy, Manfred Heubuch und Hans Rauch inmitten der Ailinger Narren durch die Umzüge reiten.


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Otze wird Hexenreiter

Zu Beginn des siebten Jahrzehnts drohte der Hexenreiter fast auszusterben. Hans Rauch war als Einziger übrig geblieben, als plötzlich Ottmar Knapp auftauchte. Schon als Bub war er bei den Umzügen hinter den Zuschauern heimlich neben dem Hexenreiter her gelaufen, sosehr hatte ihn diese Figur fasziniert.
1969, bei seinen ersten Versuchen als Hexenreiter, wurde er vom Umzug in Tettnang gleich wieder zurückgeschickt. Martha Matzenmüller und die Gentner Gretl befanden seine blauen Unterhosen anstelle der Reiterhosen für nicht Standesgemäss. Dies zeigt etwas von seiner regelrechten Besessenheit auf den Hexenreiter.
Nun denn, seit 1970 jedenfalls schwingt sich der ´Otze´ vor jedem Umzug auf seine Reithexe Zipse´ und hält landauf, landab die Leute zum Narren. Er hat die Figur im laufe der Jahre behutsam und langsam gewandelt und sie zum Markenzeichen der Ailinger Waldhexen gestaltet.





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Einstieg von Wurzel

Nach zehn Jahren, die letzten fast immer allein, suchte und fand Otze Unterstützung. Er nahm Bernd Amman (Wurzel) in die Lehre und sie ritten nun gemeinsam am Ende der Ailinger Hexengruppe. Da sie die Untergruppe der Waldhexen bildeten, blieb es nicht aus an einem der ersten Untergruppenabende einen Untergruppenleiter zu Wählen. Es wurde Otze zum Untergruppenleiter und Bernd zum Stellvertreter gewählt, wobei die Wahl einstimmig und ohne Gegenstimmen erfolgte.








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Das Jubiläum

Im Jahre 1990 wurden 33 Jahre Hexenreiter gefeiert. Beim Narrensprung in Ailingen und Friedrichshafen sorgten sie für viel Aufregung, da sich einige ehemalige Hexenreiter zur Feier des Tages wieder auf ihre Hexen schwangen und zu fünft durch die Strassen ritten. Neben den üblichen Reitern, Otze und Bernd, kamen noch Rudi Benz sen., Hans Strasser und Hans Rauch hinzu. Diese wurden zusammen mit Georg Matzenmüller und Josef Bergmüller beim offizellen Jubiläumsfest in der Zunftstube feierlich durch die Vergabe der silbernen Ehrennadel des Alemannischen Narrenrings geehrt. Rudi Benz sen. wurde noch zusätzlich zum Ehrenmitglied im Zunftrat ernannt und Otze bekam für sein jahrzehntelanges Engagement in der Narrenzunft die Ailinger Wappennadel in Silber.


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Die neue Generation

Im Jahr 2000 nun kamen zwei Neue, die unbedingt Hexenreiter werden wollten. Jürgen Hildebrand und Michael Winstel bemühten sich schon jahrelang durch Erfüllung aller Auflagen und Bedingungen in die Untergruppe aufgenommen zu werden. Sie durchliefen viele schwere Prüfungen und konnten auch geeignete Reithexen vorweisen. Nun war es soweit, auf dem Häfler Umzug hatten sie ihre Feuertaufe und sie bestanden sie mit Bravur. Auch bei ein paar Auftritten auf Fasnetsbällen konnten sie schon einwenig Erfahrung sammeln. Sie werden nun in ihre Gesellenjahre gehen und mit Otze zusammen den Schluss der Ailinger Waldhexen bei den Umzügen bilden.
Ohne Bernd Amman allerdings, denn der hat sich wohlverdient aus dem aktiven Dienst des Hexenreitens zurückgezogen. (Seine ´Schneckerl´ bekommt natürlich selbstverständlich ihr Gnadenbrot bei ihm.)


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