Der Hexenreiter

Er besteht im Prinzip aus zwei Teilen, nämlich aus der Hexe und dem Reiter.
Das zulässige Gesamtgewicht sollte 170 kg nicht übersteigen, da die Hexe nicht mit Hochgeschwindigkeitssohlen ausgestattet ist. (Demnach darf zB. Otze´s ´Zipse´ bis zu 96 kg wiegen, während Wurzel´s ´Schneckerl´ höchstens noch 65 kg auf die Waage bringen darf.)


Mindestanforderung an die Hexe:

  • Absolutes Alkohol- und Rauchverbot während der Reitzeiten
  • Beherrschung der gängigen Reitkommandos wie zB.:
     - Hüh / Brrr
     - Hott / Wischt
     - Wechseln der Bahn
     - Volte rechts / links
     - Wende auf der Hinterhand
     - usw.
  • Jährlicher Nachweis über Konditionsleistungen wegen Lizenzzuteilung (zB. hölzernes Sportabzeichen)
  • Polizeiliches Führungszeugnis und Gewährleistung der Verkehrssicherheit (zB. durch reflektierende Sicherheitswaden)
  • Unbedenklichkeitserklärung der Schwiegermutter (3-fach)

  • Mindestanforderung an den Reiter:

  • Artgerechte Haltung und Unterbringung der Hexe
  • Teilnahme an mindestens zwei Sonderprüfungen pro Saison
  • Ausreichender Bartwuchs in rot (graue Strähnen sind zulässig)
  • Ausgeprägter Orientierungs- und Gleichgewichtssinn
  • Jährlicher Nachweis des Leistungsnennwertes von mindestens 333,33 ´Meterstundentonnensattelnü ´ *

  • * Dieser Wert errechnet sich aus dem Umzugsweg (in Metern) geteilt durch Sattelstunden mal Reitergewicht reziprok zum Unsicherheitsfaktor durch Alkohohleinfluss


    Die jährliche Prüfplakette kann nach Abnahme durch den Untergruppenleiter oder dessen Stellvertreter seitlich unterm Reiterfrack, bzw. hinten unterm Hexenrock dauerhaft und unsichtbar angebracht werden. (Frontstrahler, Warnblinkanlage, Verbandskasten, Warndreieck können auf Antrag wegen des fehlenden Kofferraums bzw. fehlender Elektrik entfallen.
    Das mitführen von Einweghandschuhen wird empfohlen.)


    Der Eintritt in die Untergruppe der Hexenreiter direkt ist nicht möglich. Ein Anwärter muss eine lange Probezeit und viele, äusserst schwere Prüfungen durchlaufen. Er muss seine Reithexe selbst fangen, zähmen und zureiten. Das Zaumzeug und das Spezial-Reitgeschirr (das sog. ´Kummet´) hat er ebenfalls in Eigenarbeit anzufertigen.
    Daher ist es eine hohe Bürde aber auch eine grosse Ehre, ein Hexenreiter zu werden.



    Es gibt auch noch in anderen Narrenvereinen Hexenreiter oder ähnliche Figuren, wie zB. in Wellendingen.



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